Der Schmuggel in Alberdi

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Alberdi liegt auf einer kleinen Landzunge gegenüber von Formosa, Argentinien. Eigentlich ein Fischerdorf, heute jedoch wird alles gehandelt was illegal sein sollte. Gefälschte Klamotten, Nike Turnschuhe, Chanel und Prada … alles dabei. Kühlschränke und Klimaanlagen aus China werden in dutzenden auf kleinen Booten über den Fluß gebracht. Der Zoll auf der argentinischen Seite hat wohl auch Vorteile aus dem Handel.
In den Paketen kommen auch Waffen und Drogen über die Grenze. So ist für jeden was dabei und der Handel funktioniert.
Unser Plan war eigentlich unseren Rum in diesen Verteiler zu schicken und so auch ein wenig in Argentinien zu verkaufen.

Am Stadtrand … auf der einen Straße die auf die Landzunge führt, wurden wir von der Nationalpolizei aufgehalten. Erst waren es zwei. Da sie unseren Rum nicht kannten und ich auch nicht bezahlen wollte wurde die Wirtschaftspolizei gerufen.
Alle Papiere wurden genau untersucht … keine Fehler, alles in Ordnung. Dann der Rum … Wir hatten “Jules Verne – Gold” und “Marianne de Paraguay” Rum dabei. Und ein paar Kisten “Lulu Moonshine”. Der Oberpolizist hat von allem Detailfotos gemacht. Wir sind überall registriert wo man muß, alle Steuern bezahlt … sie konnten einfach keinen Fehler finden.
Dann ein Hoffnungsschimmer … der EAN war nicht aus Paraguay. Dummerweise war das auch legal. Nach einer Stunde und einem langen, handgeschrieben Report der nichts aussagte mussten sie uns gehen lassen.

Our Rum passt the inspection

Leider konnten wir unsere Ware nicht an die Schmuggler verkaufen … die wollten nur bekannte Marken. Johnnie oder Bacardi. Craft Rum ist noch kein Thema. Craft Bier ist in den Kinderschuhen.
Da wir langsam Hunger hatten und ich nur noch 20.000Gs (3 Euro) dabei, haben wir ein paar Kisten “Lulu Moonshine” an die lokalen Bodegas verkauft. Erst wollten sie nicht … nach einem kleinen Tasting dann plötzlich doch. Wer Lulu Moonshine probiert kauft in der Regel. So lecker, geht nicht anders.